die extra große INFO Seite für: Urlaubstipps, Mastzellentumor (Mastozytose) bei Katzen, Katzenakne, usw.
www.extralarge.at
die extra große INFO Seite
www.extralarge.at
Home
Unser Neffe
Unsere Katzen
Urlaub
Links
Fotos
Videos
Krankheiten und Operationen
Katzengedichte, Weisheiten
 
Unsere Katzen

Krankheiten und Operationen.

Mastzellentumor (Mastozytose)

Eigentlich sollte man denken, dass Katzen aus einem Wildwurf gesund und kräftig sein sollten.

Juni 2001: Als bei unserem Kater eine juckende kahle Stelle (ein kleiner Hautknoten) am linken Schulterblatt auftrat, behandelte unsere damalige Tierärztin ihn zuerst gegen eine Hauterkrankung (Pilz), ohne eine Probe zu entnehmen. Die Behandlung zog sich ca. 8 Monate hin, verschiedenste Mittelchen wurden probiert, doch keine Besserung. Die Haut schien trocken, er schleckte diese Stelle sehr oft, nur waren es jetzt schon insgesamt 4 Hautknoten (kleine Dippel, von Stecknadelkopfgröße bis ca. 3mm). Auch hinter dem rechten Ohr hat sich so ein kleines Gewächs gebildet.

Februar 2002: Nun wurde es Zeit den Tierarzt zu wechseln. Nach einer gründlichen Untersuchung bei Herrn Dr. Herbert Burgstaller (1020 Wien), wurde uns mitgeteilt, dass ein Verdacht auf Krebs besteht, und ein histologischer Befund des Gewebes notwendig ist. OP Termin wurde gleich für den nächsten Tag angesetzt.

Dr. Burgstaller versuchte die zwei Stellen großflächig auszuschneiden, um Gewebe wenn möglich im Gesunden zu entfernen.

 Mstozytose, Mastzelltumor nach der OP

Nun folgten 10 bange Tage. Der Befund verhieß nichts Gutes. Maligner Tumor der Gewebsmastzellen = Mastzellentumor (Mastozytom). Ein Auftreten dieser Krankheit ist bei Katzen normalerweise sehr selten, bei Hunden kann es schon etwas öfters vorkommen.  Das Problem bei dieser Art von Hautkrebs ist, es gibt keine Garantie, wann und wo dieser stark streuende Tumor wiederkehrt. In unserem Fall waren leider auch die Gewebsränder noch davon betroffen, wobei sich auf der linken Schulter, kein Neuer bildete.

Die Behandlung ist sehr schwierig, da gerade dieser Tumor nicht richtig auf Bestrahlung und Chemotherapie anspricht. Man kann die Ausstoßung von Histaminen, welche diesen Krebs zum wachsen bringt und Juckreiz hervorruft, mit PREDNISOLON etwas eindämmen, aber leider nicht kontrollieren.

August 2002: Genau das merkten wir 6 Monate später! Wieder drei kleine Stecknadelkopf große Hautknoten, zwei hinter dem rechten Ohr, und einer unter dem rechten Auge. Noch eine Operation, noch eine Vollnarkose – leider selber Befund.

Februar 2003: Die Milz zeigt im Ultraschall eine körnige Struktur, Punktbiopsie – Gott sei Dank, kein auffälliger Befund!

Anfang 2004: Am Schwanzende wieder eine kahle Stelle, wieder ein kleiner Dippel, er schleckt sehr viel (Juckreiz). Natürlich spielen Katzen gerne, er spielt auch immer wieder mit seinem Schwanz, dabei kratzt und leckt er sich diese Stelle manchmal blutig.

Mitte 2004: Jetzt bildet sich auch ein Dippel auf seiner rechten Hinterpfote, genau auf der mittleren Zehe. Wenn beide Stellen nicht größer werden, möchte ich ihm nicht schon wieder eine Operation zumuten.

Jänner 2005: Unter dem linkem Auge, ein 1,5mm großer Dippel, die Stelle am Schwanzende ist auch schon ca. 2 bis 3cm groß, die auf der Hinterpfote ca. 0,5cm, ach ja, am linken Ohr ist auch ein neuer Minidippel. OP Nummer 4, na da können wir ja gleichzeitig auch den Zahnstein entfernen lassen. Und was gibt’s schöneres als geteiltes Leid ist halbes Leid, auch die Kätzin darf gleichzeitig zur Mundhygiene! Sein Schwänzchen ist nun zwar ca. 4cm kürzer, aber einen Kater seiner Klasse macht dass gar nichts - alle Narben gut verheilt!

 Mastzellentumor

Mastozytose

Mai 2005: nicht einmal 4 Monate nach seiner letzten Operation haben sich unzählige neue Dippel, am ganzen Körper verstreut, gebildet. Am schlimmsten ist sein Schwanz, ca. 2/3 des unteren Teils sind nur so von kleinen Wucherungen übersäht. Im rechten Oberschenkel haben wir heute ein 3cm. großes Geschwür ertastet. Operationstermin wäre am 25. Mai 2005 gewesen, doch auch Dr. Burgstaller möchte nicht mehr schneiden. Wir einigen uns auf die Gabe einer höheren Dosis eines anderen Medikaments (Betamethason - Dexamethason), und versuchen damit das Wachstum des Tumors ein wenig einzuschränken. Drückt uns bitte alle Daumen!

Juni 2005: das neue Medikament wird nicht so gut vertragen, er bricht immer öfter, trinkt sehr viel Wasser, deswegen wird nun Ranitidin verabreicht, ein Mittel zur Magenschonung.

Die letzten drei Tage hatte er fast keinen Appetit mehr, am letzten Tag hat er sich nur noch hoch am Kasten verkrochen.

Zur Information hier noch ein paar Fotos zur Dokumentation des Krankheitsverlauf innerhalb weniger Wochen. Trotz dieser Wunden war er noch lebenslustig und agil. Betrachten auf eigene Gefahr.

Katzenakne

Unsere Kätzin hat seit ca. 2001 Katzenakne. Das ist nichts schlimmes, genau wie wir Menschen Akne haben, können Katzen so etwas auch bekommen. Es äußert sich durch kleine schwarze Pünktchen im Bereich der Oberlippe und Wange, sowie der Unterlippe. Auch hier ist ein Schub dieser Krankheit festzustellen, manchmal etwas mehr, manchmal fast gar keine Pünktchen.

Behandlung: Hygiene nach dem Fressen ist sehr wichtig! Desinfizierende Lösungen, Wasserstoffperoxyd, usw., etliche Cremen (natürlich nur vom Tierarzt verschrieben – bitte ja nichts selbst probieren!), Maulwaschungen mit lauwarmen Tee – leider zeigt keine Behandlung einen dauerhaften Erfolg.

Epilepsie

"Meine" kleine Maus (fast 8 Jahre alt) erlitt am Dienstag den 24. Jänner 2006 die ersten Epilepsieanfälle (nur wussten wir da noch nicht um was es sich eigentlich handelt), die sich von Tag zu Tag steigerten.

Zuerst fanden wir nur eine eigenartige eingetrocknete fast kristalline Flüssigkeit auf dem Parkettboden, der sich in späterer Folge als zähflüssiger Speichel herausstellte. Am Mittwoch Abend sprang sie sabbernd mit leichtem Schaum um den Mund, aus ihrem Liegeplatz. Wir dachten einfach nur das ihr übel sei, nach dem Abendessen hat sie noch etwas wilder mit der zweiten "neuen" Katze herumgetollt. Vergiftung konnte es definitiv nicht sein, da unsere Wohnung "katzensicher" ist, wir nicht mal Pflanzen, und auch keine Medikamente oder Putzmittel in unmittelbarer Nähe gelagert oder verwendet haben.

Am darauf folgendem Tag, fanden wir bei unserer Heimkehr von der Arbeit wieder diese komischen Flecken auf dem Parkett, also Katze sofort eingepackt, und ab zum Tierarzt.

Unser Tierarzt attestierte Verdacht auf Epilepsie (da sie in der Praxis keinen Anfall hatte), und gab uns ein paar Tabletten, deren Namen ich nicht mehr weis,  mit.

In dieser Nacht ging es dann richtig los. Epilepsieanfällen innerhalb 30 Minuten. Ein Anfall dauerte in der Regel nicht länger als zwei bis drei Minuten. Zuerst sprang sie unkontrolliert auf, wobei der Sabber schon links und rechts vom Maul herab hing, speichelte, legte den Kopf nach links an und hob die linke Vorderpfote, stand dabei starr und ein leichtes Zittern durchlief den ganzen Körper. In diesem Augenblick war sie weder ansprechbar, und erschrak beim Angreifen fürchterlich und lief davon. Danach fing sie meistens kläglich zu Miauen an, und ging wie suchend ihre Lieblingsplätze ab - ein typisches Merkmal, da die Tiere in dem Moment des Anfalls komplett weggetreten sind, müssen sie ihre gewohnte Umgebung wieder neu erkunden.

Am Freitag Vormittag gleich wieder zum Tierarzt, dort wurde sie stationär aufgenommen, erhielt eine Behandlung mit Valium und einer sehr leichten Narkose, um aus dem Kreislauf der Krämpfe herauszukommen. So soll sie dann den ganzen Nachmittag keinen Anfall mehr gehabt haben. Um 22:00 Uhr holten wir sie nachhause, mussten nach einem erneutem Anfall gegen 23:45 Stesolid (Diazepam 5mg) rektal verabreichen, was sie körperlich nur noch mehr benommen machte, aber leider die Krämpfe nicht ausbleiben ließ. Anfälle kamen teilweise in Abständen von unter 10 Minuten.

Samstag Vormittag verabreichten wir dann auch noch das in der Nacht zuvor verschrieben Gewacalm 2mg in Tablettenform - leider auch damit keine Linderung. Die behandelte Tierärztin, Frau Dr. Wimmer (sie hat nun Ihre eigene Tierarztpraxis), legte sie abermals in Narkose (diesmal tiefer), intubierte sie, und nahm sie dann sogar von Samstag auf Sonntag bei sich zu Hause auf. Durch die Narkose und die Weitergabe von Valium hatte sie die ganze Nacht über keine Anfälle.

In der Aufwachphase am Sonntag, krampfte meine kleine Maus in Abständen von unter 5 Minuten, wir mussten sie gehen lassen.